Spezielle technische Merkmale
Takelage und Besegelung   
sehen Sie bitte unter
Eine etwas andere Segeljacht
Bootskörper

Spanten
Hauptspanten als Rahmenspanten alle 80 cm,
dazwischen Hilfsspanten alle 40 cm, ebenfalls komplett verschweisst als Rahmenspanten, die Knie zwischen Schandeck, Deck, Aufbau und Roof mit Winkeleisen verstärkt.
Haupt- und Hilfsspanten fest mit den Bodenwrangen verschweisst.
                                                                                                                                             
 
Spantgerüst
  Die Hauptspanten 

Schotten

Der Bootskörper ist in 5 Abteilungen unterteilt:

Vorschiff      -  Kettenraum - wasserdicht
                      abgeschottet zur
Vorkajüte     -  durch Schottwand und Tür
                      wasserdicht abgeschottet zur
Hauptkajüte  - durch Schottwand und Tür
                      wasserdicht abgeschottet zur
Achterkajüte - die ihrerseits wasser- und
                    geruchsdicht abgeschottet ist zum
Motorraum
 
Schotwand
 Schott zwischen Haupt- und Acherkajüte
Aussenhaut Dimensionierung
über der Wasserlinie nach den Richtlinien des Germanischen Lloyd 
unter der Wasserlinie stärker:
Kielplatte:                          10 mm
Kielseiten und Rumpfboden:  8 mm
1. Unterwassersektion:         6 mm
2. Unterwassersektion:         5 mm

Schweissung:
geschweisst von in der Schweiz geprüften Druckkessel Schweissern
Beispiel: zwischen Kielseite und Rumpfboden
7 mal geschweisst und jedesmal die Wurzel abgeschliffen

bschleifern der Schweisswurzeln

 Abschleifen der Schweisswurzeln
Material der Aussenhaut
Stahl 37/2 geprüft:   Kiel, Schwertkästen,
                            Schwerter,
                            Boden, 1. und 2. Sektion der
                            Seitenwände

Niro 1.4401:           Schandeck (3. Sektion),
(weiss)                  Deck und Aufbauten,
                            Ruder

 Niro-Deck und Stahlrumpf

Bleiballast

3500 kg Blei wurden direkt in den Kiel gegossen, dann sofort die  vorbereiteten Chromstahl-Wassertanks noch ins flüssige Blei hineingesenkt und oben verschweisst, luftdicht.
Zusammen mit dem Kiel, den Schwertkästen aus 10 mm Stahlplatten und den beiden Schwertern (eingezogen) ergibt das einen Ballastanteil
von gut 33 %.




Blei wird in den Kiel gegossen
             Das Blei wird hier auf der Stb Seite zwischen
             Kiel und Schwertkasten eingegossen

Innenschale
Isolation:
bis 30 cm unter die Wasserlinie mit PU-Schaum ausgeschäumt,  Seitenwände 40 mm tief,
Deck und Aufbau-Dach 65 mm tief.
Innenschale:
aus 3 mm Birkensperrholz, 100 AW verleimt,
auf Gummibrücken, ohne direkten Kontakt Metall zu Metall, auf die Spanten geschraubt.
Diese "schwimmende Aufhängung" dämpft Geräusche und Vibrationen.


 
Innenschale

Dimensionierungen gemäss Germainsch Lloyd

Alle Materialdimensionierungen der WAHOO sind von dieser strengsten Institution kontrolliert und die Zeichnungen mit Unterschriften versehen

Unterschrift Germanisch lloyd   

 
Alle Dimensionierungem von Germ. Lloyd kontrolliert

Verschiedenes



Elektrizitätsversorgung

Auf dem Steuerstand sind 3 Solarpanele fest montiert.
Sie genügen unter normalen Verhältnissen um die 160 lt Kühltruhe zu kühlen und die Beleuchtung für die Nacht zu gewährleisten.
Bei Nachsegelfahrten kuppeln wir den Wellengenerator an die Wellenanlage. Ab 4.5 kn Fahrt gibt er genügend Strom für den Simrad Steuerautomaten und alle nötigen Lichter.
Wenn wir stationär sind, montieren wir den Windgenerator, der bis zu 40 Amps bringen soll. Eine Leistung von immerhin 30 Amps haben wir schon einmal bekommen. Allerdings bei etwa 30 kn Wind. Auf jeden Fall haben wir mit ihm und den Sonnenpanels auch vor Anker immer genug elektrische Energie.

 2 Solarpanele auf dem Steuerhaus
Ankerplicht
Sie bietet Sicherheit bei Anker- und Anlegemanöver.
Überkommendes Wasser fliesst durch je einen Schlitz an Stb und Bb ab. Die Luckenrinnen lenzen über Rohre nach Aussenbord.

Poller
Der grosse Hauptpoller ist über ein starkes Niro- Rohr mit der Bodensektion verbunden. Das Deck wird damit nur durch Schub und nicht durch Verkannten belastet. Das Innenrohr dient gleichzeitig auch als Lüftungsrohr.
Ankerwinsch Seetiger  
Zwei-Gang, Handbedienung                                                                                                          

Bugankerplicht



Ankerhalterung

Sie hält den Anker sicher an seinem Platz.
Durch ihr Vorkragen erlaubt sie, den Anker problemlos ausser Bord zu lassen und mit der Winsch wieder an Bord zu nehmen.
Ein grosser Chromstahlspickel unter dem Beschlag verhindert Rosten auch dann, wenn der Anker einmal dort anschlagen sollte.
                               Ankerbeschlag    

Klüsen

Um die Festmacher zu schonen sind spezielle Klüsengehäuse aus Niroblech und Rollen aus Kunststoff gezeichnet und hergestellt worden. Sie haben den selben Radius nach oben und auf die Seiten. Wir fahren nach 26 Jahren zum Teil noch immer die selben Festmacher.

 
Skizze der Klüsen

Schwertaufhängung- und Führung

Die beiden Schwerter werden in je einem, im Kiel integrierten, Schwertkasten aus 10 mm Stahlplatten gefahren. Rondellen und Achsen sind auf Kunststoff gelagert, nirgends reibt Stahl auf Stahl.
27 Jahre lang haben sie einwandfrei funktioniert.
2016 haben wir sie ausgebaut und neu konserviert.










Die Schwerter sind NACA Profile.
Oben münden sie je in eine starke, mit Kunststoffplatten verkleidete Führungsrondelle, an deren Enden die Fallen durch ein Nirorohr ins Schiffsinnere führen. Die Achsen sind ebenfalls auf speziellem Kunststoffmaterial gelagert.
Bei dieser Konstruktion bewegt sich nur Kunststoff auf Kunststoff und auch die Fallen schamfilen nirgends.


 
Anordnung der Schwerter als Tandem







 

Schwert am Kran


Skeg und Ruder
Die 40 mm starke Bodenplatte des Skeg steht nach achtern über und bildet den unteren Teil des Ruderlagers. Der Ruderzapfen ist in der Bodenplatte in einem Kunstofflager gelagert. Auch hier bewegt sich kein Metall auf Metall. Das selbe gilt natürlich auch für das obere Ruderlager. Es ist ebenfalls sehr stark dimensioniert.
Das Ruder ist komplett aus rostfreiem Stahl 1.4401 hergestellt. Ebenso die Ruderachse, ein Niro Rohr von
100 x 80 mm.

Die optimale hydrodynamische Wirkung des relativ kleinen Ruders wird erreicht:

1. durch den grossen Hebelarm zwischen Ruder und
    Lateralschwerpunkt,
2. durch das spezielle NACA Profil für langsame
    Geschwindigkeiten, das aus hydrodynamischen
    Gründen achtern um 5% abgeschnitten ist
3. durch eine überstehende Bodenplatte, die eine
    Umströmung des Ruders nach unten
    vermindert
4. durch den gut dimensionierten
    Skeg.



                                
Skeg- und Ruderkonstruktion

Steueranlage

Das oben erwähnte Achsrohr mündet oben in einem 10 mm dicken Flansch, auf den ein Quadrant aus 6 mm Niroblech mit 10 Schrauben M16 geschraubt ist. Der Quadrant ist durch ein 8 mm Nirokabel  über zwei Umlenkrollen mit dem  Kunststoff-Pulli verbunden, das auf der Achse des Steuerrades festgeschraubt ist.
Die gesamte Anlage ist einfach aufgebaut, einfach zu warten gut zugänglich und sehr robust.
Die grosse Notpinne kann direkt auf den Flansch oben an der Ruderachse gesteckt und festgeschraubt werden.


 
Rudergehen bei Stärke 6
auch bei Stärke 6 von Achtern ist  die WAHOO leicht zu steuern

Steuerautomat

Der neue Simrad Autopilot AP26 mit RC36 Fluxgate Kompass mit Drehgeschwindigkeits-Sensor - als elektronische Komponenten - steuert über einen elektro- hydraulischen Motor den Hydraulikzylinder, dessen Stange am Quadranten angreift.
Der AP26 ist mit dem Windsensor echopilot, der ohne bewegliche Teile auskommt, und mit dem Furuno GPS verbunden. Die Anlage steuert die WAHOO fantastisch, mit ganz sparsamen Ruderbewegungen - mindestens so gut wie ein super Steuermann

   
elektrohydraulische Anlage
Masten
Die Masten sind als Kragträger konstruiert und berechnet. Sie bestehen aus je einem Aluminiumrohr mit einer Wandstärke von 11 mm. Ab 2,7 m von unten gerechnet, nimmt die Wandstärke kontinuierlich auf 4 mm am Masttop ab.
Die Festigkeit der Masten liegt bei über 140'000 Nm, das ist etwas mehr als das aufrichtende Moment der Jacht bei 90° Krängung. Mit anderen Worten, die Jacht könnte mit einem Mast auf 90° gekrängt werden.

Die Masten  sind hohl und im Top wasserdicht abgedichtet. Würde die Jacht über 90° gekrängt, tauchten die Masten als luftgefüllte Hohlkörper mit einem Auftriebsvolumen von über 2,5 m3 ins Wasser ein. Und das an einem ca. 7 m langen Hebelarm.

         
Mast

Masthalterungen

Die Masten sind als Kragträger konstruiert. Darum müssen die Halterungen optimal ausgelegt sein.
Sie bestehen je aus einem 500 mm hohen Stahlrohr mit Wandstärke 10 mm, das innen gegen oben leicht konisch abgedreht ist. Als Gegenkonus wird ein aussen exakt gleich abgedrehtes Kunstoffrohr verwendet, das in 4 Viertel geschnitten ist.
Der zylindrische Mast wird also von 4 innen zylindrischen, aussen konischen Kunstoff Rohrsgmenten gehalten, die ihrerseits vom Stahlrohr gehalten werden.
Die 4 Halterungen leiten die Kräfte die von den Masten ausgehen, über starke Verstrebungen in den Rumpf ein.


                   Skizze der oberen Besan-Masthalterung
    


























 Skizze der Krafteinleitung
der oberen Besan-Halterung
   

4 Heisspunkte
Die Jacht verfügt über 4 Heisspunkte an denen sie gekrant werden kann. Vor allem wenn das Unterwasserschiff frisch gestrichen ist, beschädigen die gebräuchlichen Gurten die noch nicht ganz ausgehärtete Farbe. Die Heisspunkte machen Gurte überflüssig.
Das ist auch ein grosser Vorteil in Häfen, die nicht für Jachten eingerichtet sind. In Salala, Oman, beispielsweise konnten wir die WAHOO nur an Land stellen lassen,
weil wir 4 Heisspunkte hatten. Wir mussten dort auf den nochmaligen Wechsel des Monsuns warten, der 2007 viel zu früh gewechselt hatte.
    Kranen                                      
Einstiegs-Sicherungen
Das Eingangsluck und die Tür sind aus 4 mm Chromstahl gebaut und durch die gleichen auf beiden Seiten der Tür angreifenden grossen Stahlriegel verschlossen.
Die 3 grossen Deckslucken sind durch die hochklapp- und verriegelbaren Ausstiegsleitern gesichert - die kleineren Deckslucken durch Stahlstäbe.
Bisher ist es noch niemandem gelungen, in das verschlossenen Schiff einzudring
                                   Lucke auf der Brücke


Motoranlage

Motor:
Mercedes OM 616 - 45,5 kW  (2008 generalüberholt)
Ein bewährter und x-tausend mal gebauter Motor, der auf der ganzen Welt in vielen Kleinlastwagen, PWs und Stationäranlagen läuft. Ersatzteile sind darum überall gut erhältlich.

Als PW-Motor verfügt er über einen speziellen Heizungskreislauf, der auf der WAHOO den Boiler auf 80° C aufheizt.

Zusammen mit dem Hurt V-Getriebe wiegt er nur
ca. 200 kg. Es ist darum nicht nötig, ihn näher am Gewichtsschwerpunkt der Jacht zu platzieren. Stattdessen befindet sich dort - wo die Schiffsbewegungen angenehm sind - die Doppelkoje der Eignerkajüte.


 Motoranordnung

Mercedes OM616

Hurt V-Getriebe HBW 150V
  (Ende 2008 generalüberholt)
Es ist ein kraftschlüssig schaltbares Stirnradgetriebe. Die Lamellenkupplungen werden über ein Servosystem beaufschlagt, der Schaltvorgang erfolgt servoautomatisch. Deshalb ist zum Schalten nur geringer Kraftaufwand nötig über die  Einhebel- Fernbedienung.
Plötzliche Umschaltvorgänge in Gefahrenmomenten können auch bei höchster Drehzahl durchgeführt werden.

Beim Segeln kann das Getriebe in 0-Stellung mitdrehen.
Ein Wellengenerator kann darum leicht auf dem Getriebe montiert werden - was sich bei der WAHOO sehr bewährt hat.







Getriebe

Aussenhaut Motor-Kühlung

Doppelter Boden mit Umlenkblechen. Das Kühlwasser wird durch diesen Kühler von fast 2 m2 gepumpt und durch das den Jachtboden umgebende Meerwasser gekühlt.
Vorteil: komplett geschlossener Kühlkreislauf,
kein Salzwasser - weder im Motor noch im Motorraum.

Nachteil: heisser Auspuff. Er ist aber aus Niro und gut isoliert.




   
Motorkühlung
   Umlenkbleche bevor der Deckel aufgeschweisst wurde

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