Einleitung

Tja, wie einen Blog beginnen...
Fangen wir doch mit dem Segelschiff an. WAHOOSie heißt WAHOO, ist 16 m lang, aus Stahl, 23 Jahre alt, ein Zweimaster, auf dem es sich schön zu zweit, besser aber zu viert oder angenehm zu noch mehreren leben lässt, und – das ist das Wichtigste: schön rot-gelb angestrichen, damit man sie im Gewühl der Segelyachten schnell wiederfindet.
Nicola am RuderDer Kapitän, das ist Nikola, nicht mehr so jung, der sein Schiff selbst konstruierte, hat zwar nicht die ganzen 23 Jahre auf ihr gelebt, aber doch etw die Hälfte davon und einige große Reisen unternommen, z.B. nach Südamerik, Nordamerika und rund um Afrika.
Und ich? Ich bin die neu hinzugekommene Bootsfrau, Marlena, recht jung, segeltechnisch absolut unerfahren, erst in zwei Jahren zu Hause abkömmlich, sodass die nächste große Reise noch etwas warten muss. Während ich zuhause Polnisch studiere, befindet sich die WAHOO in Bar, Montenegro, im Hafen und durchkreuzt im Sommer die Adria.
Und wie das so ist, gibt es natürlich immer einige Geschichten zu erzählen. Die nächsten Einträge werden also von der Segelsaison 2012 berichten. Marlena



„Hier gehe ich kaputt, ich muss weg“ – sagt der Freund und verschwindet: nach Chicago, nach Korfu, egal, arbeiten, irgendwo, nicht zuhause.
„Das Leben hier macht mich fertig, ich will weg“ – sagen andere und gehen nie.
Andere gehen, weil sie dazu gezwungen werden, wobei ich hier keinen Beitrag zur Lage der Flüchtlinge leisten werde.
„Hier ist es schon gut“, sagt sie, „aber woanders sicher auch“, und geht. (Sicher, es hilft, dass der Partner ein Segelschiff hat und gerne wieder unterwegs sein möchte. Es hilft auch, dass das Studium beendet ist und die Frage 'was nun' nicht mit 'Promotion' beantwortet werden will oder einem sonstigen Job, der einen feststehenden Arbeitsplatz verlangt. Und es hilft, dass eben die Welt da ist, die es zu besichtigen gilt.)
Also auf! 

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