Montenegro – Italien – Spanien – Marokko

Portugal

                         oder auch nicht...                                                                                                                                                                           
                                                                                              Juni-Oktober 2016


Juni 2016 Bar, Montenegro – Santa Maria di Leuca, Italien
Eigentlich ist es verrückt. Da hat man einen Platz gefunden, an dem man gerne bleiben möchte – für mich ist das Montenegro –, da fährt man dann auch wieder weg, weil man eben ein SCHIFF hat. Strange, wirklich. Aber so ist es eben, und für dieses Jahr ist eine besonders lange Fahrt, nämlich bis nach Portugal geplant. Und im Endeffekt ist es natürlich besser, wenn wir nicht in Montenegro bleiben, aber davon später. Das Stichwort ist nur: Probleme. Und weil wir den ganzen Winter schon Probleme damit hatten, dass die Herren in der Marina ihre Arbeit tun, kommen wir drei Wochen später als geplant los, drei Wochen, die natürlich umsonst, aber nicht kostenlos sind. Und deshalb, nur deshalb sind wir froh, die ganze Bande hinter uns zu lassen und nach Italien aufzubrechen. Doch wie immer zögert sich das Aufbrechen etwas hinaus, hat schon jemals ein Segler eine problemlose Abfahrt nach langer Winterpause erlebt? Ich nicht, aber ich bin auch noch nicht lange im Geschäft... Jedenfalls brauche ich geschlagene anderthalb Stunden, bis ich den Stempel in unseren Pässen habe; weil nämlich
1) die Dame aus der Kapetanija ein falsches Datum aufs Ausreisepapier geschrieben hat, und es deshalb nicht mehr gültig ist, als wir losfahren wollen, mich
2) der Grenzbeamte deshalb zur Kapetanija schickt, um ein neues Papier zu machen,
3) dort natürlich um diese Uhrzeit niemand da ist, ich
4) versuche mit dem Grenzpolizisten zu argumentieren, dass das ja nicht meine Schuld ist, er mich aber davon schickt und ich so
5) wieder aufs Schiff zurückgehe, um das Handy zu holen, damit ich den Typen aus der Kapetanija anrufen kann, während Nikola ganz wütend meint, wir sollten einfach so fahren, was für mich überhaupt nicht in Frage kommt, weil ich vielleicht irgendwann mal wieder in dieses Land zurückkommen möchte, ich
6) also zur Kapetanija zurückgehe und anrufe, sich ganz verpennt jemand meldet und sagt er sei
7) in einer Viertelstunde da (und es waren auch wirklich nur 20 Minuten), mir handschriftlich etwas aufs alte Papier kritzelt und einen Stempel drunterhaut, mit dem ich
8) wieder zur Polizei gehe, wo plötzlich alles kein Problem mehr ist und Entschuldigung und gute Fahrt, und ich
9) nach anderthalb Stunden um sechs Uhr wieder auf dem Schiff erscheine; und dann Leinen los.
In der Aufregung habe ich natürlich vergessen, meine Tabletten gegen Seekrankheit zu nehmen, und das merke ich nach fünf Minuten auf See. Überhaupt ist die Crew, nein, der Skipper und die aus einer Person, also mir, bestehende Crew, gar nicht fit zum Fahren, aber noch länger warten wollten wir auch nicht, denn die Marinabürodame sitzt uns ja schon seit einem halben Monat auf der Pelle, wann wir endlich gehen, der Vertrag sei doch schon längst abgelaufen, und sie will überhaupt nicht verstehen, dass wir gar nicht daran schuld sind, dass wir immer noch hier sind, denn die Arbeiter sind ja nicht fertig geworden (wobei man fairerweise auch sagen muss, dass das Wetter diesen Frühling echt grausig war, von Februar bis April bis auf wenige Tage nur Regen, also auch nicht immer gearbeitet werden konnte), naja, auf jeden Fall fahren wir also, obwohl Nikola seit gestern eine Grippe hat, und jetzt habe ich auch noch die Tablette vergessen. Will heißen: zwei Leichen an Bord.
Trotzdem schaffen wir es, unsere Wachen irgendwie einzuhalten, also abwechselnd jeder drei Stunden (ich geb's zu, die Tabletten haben mich so müde und orientierungslos gemacht, denn am Ende waren es drei Stück, weil sie immer wieder, naja..., und damit ich nicht einschlafe, habe ich mich auf den Motorraum gelegt wo es schön laut ist, aber am Schlafen hat mich das trotzdem nicht gehindert, und ich bin pünktlich zur Wachablösung wieder aufgewacht, wie gesagt, ich gebe es zu, und vielleicht hätte ja Nikola auch etwas zu beichten, aber das weiß ich nicht, denn dann habe ich ja offiziell geschlafen), und vor uns liegen 150 sm, bis Santa Maria de Leuca unten am Stiefelabsatz. Wind gab es keinen (klar, wir sollten langsam wissen, dass das Wetter immer das Gegenteil dessen macht, was die Vorhersage meint), erst am nächsten Morgen gegen acht Uhr, noch für die letzten dreißig Meilen, aber wir haben uns nur angeschaut und gesehen, dass wir dafür einfach keine Kraft haben.
Delfine

Ach ja, und Delfine habe ich gesehen, etwa dreißig Stück haben uns eine gute Dreiviertelstunde lang begleitet.


Wer kostengünstig segeln will, muss erfinderisch sein. In diesem Fall, also in Santa Maria de Leuca spielen uns Wind und Motor in die Hände. Denn selbstverständlich haben wir keine Lust in die Marina zu gehen (natürlich, ein bisschen mehr Komfort wäre da schon, Duschen zum Beispiel, oder Strom) und schauen, ob wir nicht bei den Fischern anlegen können. Dort passt die Wahoo eigentlich auch gut hin. Auffalen tun wir natürlich trotzdem, den Leuten von der Guardia Costiera, die sofort kommen und uns informieren, dass wir dort nicht bleiben können, und naja, die Marina ist auch nur hundert Meter entfernt. Aber der Wind ist so stark, dass wir keine Chance hätten rückwärts zwischen zwei andere Boote einzuparken, das laute Kracks, das ertönt, als wir seitlich an den Kai gedrückt werden, ist deutlich. Deutlich wird auch der Fischer, der Schwierigkeiten hat, am Abend hinter uns anzulegen, weil wir ein anderes schweizerisches Segelboot angelockt haben, und dieses wiederum andere Segler, sodass plötzlich kaum mehr Platz ist, am nächsten Morgen. Gegen sechs höre ich ein komisches Geräusch, ziehe mich an, schaue aus der Luke und sehe nur Wasser. Jemand, also sicher der verärgerte Fischer, ist an Bord gekommen und hat die Heckleine gelöst, sodass wir nun ziemlich schräg ins Hafenbecken hängen. Gar nicht nett. Und während ich noch ungläubig gucke, kommt schon ein Auto von der Kapetaneria, um uns wieder einmal zu sagen, dass wir verschwinden sollen. Also rufen wir in der Marina an, dass wir einen Platz brauchen, aber da kommt uns der Motor zu Hilfe, der nicht anspringt. Ok, Hilfe ist übertrieben, immerhin zwingt er uns dazu, vier Tage zu bleiben, aber eben kostenlos und bei den Fischern, die uns dann auch plötzlich gern haben. Am letzten Abend bekommen wir sogar eine Kiste mit kleinen Fischen und Shrimps geschenkt (die die Fischer nicht verkaufen können, weil sie zu klein sind, und das Filettieren ist seeeehr mühsam, aber gelohnt hat es sich, serviert mit einem Tomaten-Joghurt-Dip).                                                                   
               
  Nikola fängt einen Fisch....
      
        ausnehmen























      ... und der landet auf dem Tisch!


(wie war das, schlechte Reime sind erlaubt, wenn sie von einem guten Dichter stammen? … Ach egal,          vergessen wir das)


Vom Hafen aus ist auch Mussolinis Treppe nach Italien zu bewundern. Wer allerdings die Treppen hochsteigt, wird oben mit einer Tafel überrascht, die die Aufschrift finnis terrae trägt. Stellt sich also die Frage, ob die Treppe nach oder von Italien wegführt, nicht wahr? Sagen wir doch mal beides. So sehr, wie für die Römer ihre Welt hier zu ende war, fängt sie für den aus fremdem Ländern hier ankommenden Segler an.




Ab hier: kein literarischer Text mehr, sondern nur noch  Infos für SeglerInnen.
Der Mechaniker findet ein Mikroloch im Dieselschlauch knapp vor dem Vorfilter, ersetzt das Stück und bringt uns auch einen "neuen" Keilriemen, der alte lasse sich nicht mehr genügend spannen.

Crotone
Quer über den Golf von Taranto erreichen wir Crotone. Wir gehen nicht in den alten Hafen, in die Marina, obwohl  der sehr schön und nahe des Zentrums liegt, sondern machen an der  N-Mole des grossen Industrie-Hafens fest, direkt auf der Höhe der Marina mit ausschliesslich Trockenplätzen. Ein freundliches Skipperpaar nimmt unsere Leinen entgegen, informiert uns übert die Gegebenheiten im Hafen und so liegen wir ein paar Tage problem- und kostenlos. Das Städtchen ist hübsch und die Promenade entlang des alten Hafens mit all den Restaurants und einem Fischmarkt in Spaziergangweite - wenn man sich beim W-Ausgang durch den schmalen Schlitz des Metallzauns quetscht.

Syracusa
Wir ankern vorerst in der Bucht, recht nahe bei den Bauarbeiten für die neue Marina, weil wir wieder einmal ein Problem mit dem Motor haben und dort treibend hinkommen. Zwei Tage und nach einer Reparatur in Eigenregie verholen wir uns an den Quai und bleiben dort unbehelligt fast zwei Wochen. Die  Altstadt ist wunderschön und der tägliche Markt mit Früchten, Gemüse, Fisch und Fleisch überwältigend. Ich kenne in ganz Italien keinen schöneren.
Erstaunlich ist der Aretusa-Brunnen. Er liegt nur ein paar hundert Meter im Süden
der Mole ganz nahe am Meer. Papyruspflanzen und Süsswasserfische machen klar, es ist Süsswasser - gespeist von einem unterirdischen kleinen Fluss, der unter der Hafenbucht, also unter dem Meeresboden flisst und hier als Quelle den Brunnen speist.
Syracusa war die mächtigste Stadt des antiken Siziliens. Das griechisch Amphitheater wird heute im Sommer wieder bespielt und im "Ohr des Dionysos" hört man an einer ganz bestimmten Stelle jedes Wort, wenn hinten leise das Gedicht "Die Bürgschaft" rezitiert wird. Allerdings nur dann, wenn keine anderen Touristen dort sind - und darauf wartet man lange.
Der "Parco Archeologico della Neapolis", wo das alles zu sehen und zu "hören" ist, kann gut mit einem Bus erreicht werden. Empfehlenswert!

Portopalo
Guter Platz um zu ankeren, vor allem beim im Sommer vorherrschenden NW bis W-Winden.

Ich bin vor Jahren oft hier gesegelt. Damals konnte man sich in jedem Hafen einfach einen Platz suchen und dort anlgen. Niemanden hat das interessiert. In der Zwischenzeit sind viele Marinas entstanden, die in jedem neueren Handbuch beschrieben sind. Die lasse ich hier aus.

Porto Empedocle
Ein Fähr- und Indusriehafen mit wenig Raum für Jachten aber sehr liebenswürdigen Sizilianern, die uns helfen, in der kleinen Marina trotzem einen sicheren Platz zu finden. Etwas schwierig, hinein und dann wieder heraus zu kommen, aber es ging.
Von hier aus ist es mit dem Bus ein leichtes in's "Valle dei Tempi" zu kommen. Eigentlich stehen die Tempel und ihre Reste  gar nicht im einem Tal sondern auf einem Plateau. Ein grossartiger Platz, die Weite des Meeres bildet den Hintergrund. Die ganzen Anlagen sind um die zweitausendfünfhundert Jahre alt und - obwohl aus Kalkstein gebaut, erstaulich gut erhalten, vor allem der grösste, der Concordia-Tempel. Unbedingt sehenswert!

Mazara del Valle
Ich weiss nicht, wie oft ich schon in diesen Hafen reingefahren bin um unseren alten Freund Andreas wieder zu sehen. In der kleinen Marina, eigentlich eine Club-Marina, hat er jeweils unsere Leinen entgegen genommen und dann zu einer echt sizilianischen Begüssung angesetzt.
Jetzt sind hier zwei Marinas und von Andreas keine Spur, klar, er war ja schon damals, in den neunziger Jahren, pensioniert.
Wir legen etwas weiter oben am Quai an - da kommt einer angerannt und ruft, das ist der Platz eines grossen Fischers, aber ihr könnt bei mir, gleich um die Ecke anlegen, wenn ihr nicht zuviel Tiefgang habt. Er errichtet dort eine dritte Marina, noch ist alles untief - versandet, wie der ganz Hafen - aber bald soll ausgebaggert werden. Hier bleiben wir, und der Preis ist moderat.
Das alte Viertel des Städtchen, das sie Casbah nennen, ist tatsächlich  arabischen Ursprungs. Die Gassen sind eng und verwinkelt, heute zum grossen Teil renoviert und es gibt auch ein paar arabische aber auch sizilianische Restaurants. Suchen geht über Beschreiben...
Nach ein paar Tagen verlassen wir diesen hübschen Ort mit Kurs Sadinien, genauer Sant Antioco im Westen der Südküste. Tagsüber haben wir recht guten Wind aber nach Sonnenutergang schläft er ein. Motor. Gegen Morgen während der Wache der Co-Skipperin passiert es: Motor aus, überhitzt, blockiert. Warum? Der "neue" Keilriemen aus Sta. Maria di Leuca war gebrochen, aber schlimmer: der Elektriker in Bar hatte den lautstarken Alarm, der Überhitzung anzeigt, beim Wiedereinbau des Motores nicht angeschlossen.
Wir haben knapp die Hälfte zurückgelegt, was nun? Weiter nach Sant Antioco? Die Bucht kenne ich, aber keinen Menschen dort. Zurück nach Mazara? Auch dort können wir ankern, wir kennen einen hilfsbereiten Sizilianer und gute Mechaniker muss es auch geben, im Hafen mit der grössten Fischeriflotte Siziliens.
Zurücksegeln bei viel, wenig und auch gar keinem Wind geht etwas langsamer - halt so, wie die Segler es früher hatten; dieser Gedanke tröstet uns jeweils, wenn wir dümpelnd rollen. Aber wir kommen an, ankern im Schutze der langen Hafenmauer und bevor wir die Segel ganz abgedeckt haben, kommt unser Freund herangebraust und schleppte uns an unseren alten Platz.
Zwei Mechaniker kamen und entschieden, der Motor muss raus und zu uns in die Werkstatt. In der Zwischenzeit hatte sich unser lieber sizilianischer Freund ziemlich ungebührlich der Co-Skipperin zu nähern versucht - sie floh nach Montenegro (siehe Anfang) und kam erst zurück, als der Motor wieder lief - nach einem guten Monat.
Wir hatten 2 längere Probefahrten gemacht, der Motor tönte gut und lief einwandfrei. Aber die Kapitania liess uns nicht auslaufen: erst wenn der Motor von einem offiziellen Schiffsprüfer abgenommen sei, sie würden das organisieren, der komme aus Milano, das könne ein paar Tage dauern und sei natürlich kostenpflichtig.
Wir laufen am nächsten Morgen noch vor 4 Uhr in Mitten einer längeren Reihe grosser Fischerboote aus und erreichen die internationalen Gewässer unter etwas schneller laufendem Motor. Dann setzen wir Segel und da der Wetterbericht längerfristig nur NW-Wind angesagt hat und wir sowieso zwei Monate hinter unserem Segelplan zurück liegen, hatten wir uns schoin am Vorabend entschlossen, dem Wind zu folgen und Tunesien anzulaufen.

Kelibia
Wir kommen knapp nach Sonnenuntergang an und suchen einen Liegeplatz, weil wir einklarieren wollen. Unmöglich: Es gibt keinen freien Platz für uns, alles von Fischerbooten und ein paar Jachten besetzt. Bei der einzig möglichen Mole — wir nähern uns und versuchen anzulegen — da rennen Männer mit Maschinenpistolen heran — ohalätz, Militärgebiet — und wir drehen schnell ab. Also draussen ankern, schön geschützt; eine ruhige Nacht.
Am nächsten Morgen, wir haben eben die Segel gesetzt, den Anker gehoben und beginnen der Küste entlang südwärts zu segeln, kommt die Garde national: woher wir kämen, wohin wir wollten, warum wir gestern Nacht nicht einklariert hätten. Wir erklären es, und — wir möchten nach Hammamed segeln und dort einklarieren. Freundlich, wie sie sind, lassen sie uns ziehen.

Hammamed, Port Yasmine
Wir werden erwartet, können einklarieren und bekommen einen Liegeplatz. Die Marina ist gross, modern und lässt keine Wünsche offen. Die Stege sind nur per Chipkarte durch ein Metalltor erreichbar. Um die Marina herum gibt es ausser einer vielbefahrenen Strasse nach dem nahen Hammamed, an der ein paar Supermärkte stehen, absolut nichts zu sehen. Sie ist etwas teurer als die älteren Marinas, 2016 waren es 82 TDN für 14 Meter pro Nacht. Wir könnten hier auch überwintern. Zu früh für uns. Wir segeln weiter.

El Kantaoui
Auch diese Marina ist modern, aber eingebettet in Hotel- und Ferien-Appartements, die sich rund um den Hafen ziehen: ein reines Touristengebilde mit schnellem Bus- und Taxi-Transfaire nach Sousse. Allerdings ist die Anlage recht hübsch gestaltet. Die Liegeplatz-Preise sind moderat, 32 TDN  pro Nacht, die Angestellten der Marina freundlich und hilfsbereit. Auch hier kann man seine Jacht überwintern. Beim Einlaufen muss man auf die vorgelagerten Sandbänke achten, die Lücke dazwischen finden — sie ist betonnt — und kann dann hinter den Sänden zum Eingang fahren. Tönt schwieriger als es ist.

Monastir
Wir erreichen Monastir, wo die WAHOO schon vor fünfundzwanzig Jahren zwei Mal überwintert hat. Viel hat sich nicht verändert, mir scheint, sie ist etwas besser besetzt als damals. Auch diese Marina ist umgeben von Apparement-Komplexen. Die Hotels liegen aber vor allem entlang der Strasse nach Sousse, am langen Sandstrand.
Die Cap Marina Monastir gefällt mir, weil das Städtchen — schöner Markt mit riesigem Fisch-Angebot, zwei Supermärkte und viele Kaffeehäuser — zu Fuss in zehn Minuten erreichbar ist. Zum internationalen Flughafen Monastir fahren Taxis in fünfzehn Minuten. Nach Tunis fährt die Eisenbahn, schneller sind die Sammeltaxis (Louage genannt, in etwa zwei Stunden).  Zum Tunis Airport ist es dann nochmals zehn Minuten Taxifahrt. 
Monastir ist generell einen Besuch wert, nicht nur der Markt, sondern auch das Bourghiba-Mausoleum und der Ribat, die alte Festung, heute ein Museum mit einem Aussichtspunkt auf dem Turm. Strände gibt es in Monastir einige. Eine Frau im Bikini sticht zwar etwa heraus, die meisten tunesischen Frauen tragen einteilige Badeanzüge, einige — vor allem Ältere — gehen aber voll bekleidet ins Wasser. Am schönsten ist es an der Außenseite des Wellenbrechers der Marina. Bei ruhiger See kann man sich dort ungestört abkühlen.

Generell kann man von den drei oben genannten Marinas sagen, dass sie sehr touristisch sind – die Kafees und Restaurants, in denen übrigens auch Alkohol serviert wird, sind im Sommer ziemlich voll, laute Musik spielt bis etwa Mitternacht. Dazu kommen Touristenboote, die mehrmals am Tag unter ohrenbetäubender Musik aus- und einlaufen. Man gewöhnt sich daran, und irgendwie ist es manchmal ganz schön, aber ruhig kann man das nicht nennen. Ab September kehrt dann Ruhe ein.





 

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